Kind krank und arbeiten – wie Eltern den Winter meistern
- Denise Gottburg

- 5. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit

Diese Woche lief bei uns zuhause das Kinderhörspiel „Conni ist krank“.
Die Geschichte geht so:
Mama fährt allein zur Fortbildung.
Für ihren Wiedereinstieg in den Beruf.
Dann wird Conni krank.
Papa versucht, Mama anzurufen – aber sie ist gerade in ihrem Workshop und geht nicht ran.
Was macht Papa?
Er ruft Oma an.
Muhahaha 🙃
Ja, genau so läuft es.
Reagieren, entscheiden, neu sortieren.
Als berufstätiges Elternteil kennst du diesen Modus.
Du reagierst blitzschnell auf Unvorhergesehenes, jonglierst Rollen, Erwartungen und Termine – und triffst Entscheidungen am laufenden Band.
Top management eben.
Und manchmal lebst du dein Familienmodell dabei ganz anders, als du es dir früher ausgemalt hast.
„Kind krank“ ist dabei der Klassiker – vor allem in der kalten Jahreszeit.
Wie du zwischen arbeiten, Aufgaben und "Kind krank" manövrierst
Ich möchte dir meine top 3 mitgeben – aus meinem Coaching und aus meinem eigenen Alltag als berufstätige Mutter.
Das sind drei kleine und wirksame Dinge, die du tun kannst, um nicht jedes Mal ins totale Chaos zu rutschen, wenn die nächste Erkältung im Anmarsch, du in den "Kind krank Modus" gehst und irgendwie auch noch bezahlt arbeiten musst oder willst.
1. Vorbereiten: Was ist unser Modus als Familie?
Irgendwann erwischt die Krankheitswelle jede:n von uns. Aber die wenigsten sprechen vorher konstruktiv darüber.
Ein kurzer Austausch kann schon reichen:
Wer hat welche Flexibilitäten im Job?
Was erwartet ihr voneinander? Was ist euch wichtig? Wo tickt ihr beim Thema "Kind krank" gleich, wo unterschiedlich?
Welche Lösungen funktionieren für euch, nicht für Instagram oder eure (Schwieger-)Eltern?
Ihr müsst keinen Vertrag aufsetzen – ein erstes Gespräch schafft Klarheit. Und eine Basis für künftige Entscheidungen.
2. Aushalten: Du bist nicht bei 100 % – und das ist okay
Die Illusion: Du kannst gleichzeitig ein krankes Kind pflegen und mit voller Aufmerksamkeit ein Online-Meeting moderieren.
Die Realität: Zeitgleich geht beides nur halb – oder noch weniger.
Die Frage ist: Wie kann 80:20 heute aussehen? Was ist für heute akzeptabel?
Wie kannst du dich damit abfinden, dass du nicht überall perfekt ablieferst, sondern irgendwie durch den Tag kommst?
Diese Haltung stärkt. Und sie schützt.
3. Teilen: Verantwortung gehört nicht nur einer Person
Connis Mutter konzentriert sich im Hörspiel voll auf ihre Fortbildung.
Connis Vater kümmert sich ums kranke Kind.
Beide machen das, was heute ihre Aufgabe ist.
Verantwortung teilen heißt: Jede:r trägt etwas – und niemand immer alles.
Das entlastet nicht nur dich, sondern stärkt auch eure Partnerschaft und die gemeinsame Elternrolle.
Was wir von Conni lernen können
In dieser kleinen Hörspiel Episode steckt so einiges:
Erwartungshaltungen
Rollenbilder
Kommunikation (oder fehlende 😉)
die magische Wirkung der „stumm“-Taste
und Teamarbeit im Familienalltag
Ein gutes Beispiel dafür, wie Elternschaft und Beruf zusammenhängen – und wie viel bewusste Steuerung es dafür braucht.
So arbeite ich auch mit meinen KlientInnen: Sortieren, Handlungsoptionen erkennen und dann selbstbestimmt aktiv werden.
Fazit: Du wirst das schaffen
Der Winter wird kommen.
Die Viren auch.
Du kannst daran wachsen, wenn du Rollen bewusst gestaltest – statt nur noch zu reagieren.
Und du darfst megamäßig angenervt sein, wenn schon wieder nachts ein Bett frisch bezogen werden will und du deine Termine absagst.
😷 Wie ist euer Modus bei „Kind krank“?
Was klappt gut?
Was habt ihr losgelassen?
Welche Lösung habt ihr vielleicht gefunden, die andere inspirieren könnte?
Wenn du dich auch manchmal fragst, wohin das noch alles führen soll, dann abonniere gerne meinen newsletter. Mit ehrlichen Impulsen für Elternteile wie dich, die sich im Job selbst verwirklichen und in der Familie Erfüllung finden wollen.
Hinweis: Ich beziehe mich in diesem Artikel auf Familien mit zwei Elternteilen und Beispiele mit Home Office – wohl wissend, dass das nicht alle Lebensrealitäten abbildet. Bitte übertrage die Impulse so, wie sie zu deinem Lebensmodell und deiner Situation passen.


